Die Besuche unserer Gäste aus Kidapawan haben uns immer wieder den Eindruck einer sehr lebendigen, jungen und missionarischen Kirche vermittelt, deren Einsatz ganz dem biblischen Zeugnis verpflichtet ist. Vor allem der kompromißlose Einsatz von Lory Obal stellt für uns Deutsche eine große Herausforderung da und macht uns unsere Einbindung in eine sehr bürgerliche Form von kirchlichem Leben deutlich.
Im Mai 2014 fand der Festakt mit der Übergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises statt. Anschließend besuchte sie den Arbeitskreis Philippinen des Berufsverbandes der PR in Bamberg. Das Treffen fand im Garten von Michael Kutsch-Meyer und Loni Meyer statt.
Von Anfang Juni bis Anfang Juli 2013 hielt sich Lory Obal, Basisaktivistin für Menschenrechte, Umweltschutz, friedliche Konfliktlösung und gerechte Entwicklung besonders der indigenen Völker, in Europa auf. Der Berufverband der PA/PR in Bamberg unterstützt die Arbeit von Lory. Für den „Arbeitskreis Philippinen“ ist sie seit über 10 Jahren Ansprechpartnerin für den Kontakt nach Mindanao, der südlichen Hauptinsel der Philippinen.
Die 1976 als Prälatur gegründete und 1982 zur Diözese erhobene Ortskirche hat sich stets als Kirche der Armen verstanden und wesentlich in Basisgemeinschaften organisiert. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung waren Leitlinien der Pastoral, Dialog zwischen Katholiken, Protestanten und Muslimen wurde auf höchster und mittlerer Ebene gepflegt. Seit dem Jahr 2006 wurde ein pastorales Konzept entwickelt, das die Pfarrgemeinden als vorrangige Orte kirchlichen Lebens und Selbstvollzuges versteht. Tausende von Laien wurden in vielen Jahren ausgebildet für die Umsetzung der Programme auf Pfarreiebene.
Seit Ende der 90er Jahre besteht die Partnerschaft des Berufsverbandes der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten unserer Diözese Bamberg mit den Laienmitarbeiterinnen und –mitarbeiter der philippinischen Diözese Kidapawan. Der strukturelle Rahmen wurde uns durch missio München gewährleistet. Wir bekamen Informationen über das Land und die Diözese, wir bekamen konkrete Ansprechspartnerinnen und –partner vor Ort zugeteilt, Begegnungsmöglichkeiten hier wie dort wurden organisiert.. Im Rückblick auf diesen kurzen, aber dennoch sehr bewegten Verlauf unserer Partnerschaft war zu spüren, dass die „ups“ immer mit konkreten Begegnungen und persönlichen Kontakten zu tun hatten, die „downs“ dagegen die Konsequenz von Personalwechsel und von kirchlichen Umstrukturierungen und der damit verbundenen Verunsicherung waren. Dies gilt für beide Seiten.
Als Bischof Romulo Valles plötzlich auftaucht, sind wir beeindruckt von seiner spontanen Herzlichkeit. Mit seinen gut 50 Jahren ist er zugleich der älteste einheimische Priester seiner jungen Diözese. Er trägt ein weißes T-Shirt mit dem Aufdruck: „I (Herz) DCK“ = „I love diocesan clergy of Kidapawan“. Er kommt gerade aus Manila und berichtet von seinen jüngsten Vermittlungsversuchen zwischen der Regierung und den Rebellen der „Moro Islamic Liberation Front“ in Mindanao. Unschuldige Zivilisten geraten immer wieder in das Kreuzfeuer der militärischen Auseinandersetzungen. Die Diözese Kidapawan setzt sich für einen Waffenstillstand ein.
Unsere philippinischen Gäste Jessie und Lory stellten sehr schnell fest, daß die Situation von Laienmitarbeiter(inn)en in Kidapawan und in Deutschland sehr verschieden sind. Während der Zugang zur pastoralen Arbeit bei uns über ein akademisches Theologiestudium führt und wir materiell gut ausgestattet und abgesichert sind, qualifizieren sich Laienmitarbeiter(inn)en in Kidapawan vor allem durch praktische Arbeit und ehrenamtliches Engagement in den Basisgemeinden und den Pfarreien. Sie teilen auch als Hauptamtliche die Lebensbedingungen des armen Volkes.
„Bei einer Bombenexplosion sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen..., 31 wurden verletzt.“ (Fränkischer Tag, 11. Oktober 2006). Nachrichten wie diese schockieren normalerweise schon nicht mehr. Bei dieser Meldung war es anders.
Wir sind ein Arbeitskreis des Berufsverbandes der PastoralassistentInnen (PA) und -referentInnen (PR) in der Erzdiözese Bamberg. Wir stehen in Kontakt mit hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Diözese Kidapawan. Diese befindet sich auf Mindanao, der südlichen Hauptinsel der Philippinen. Unser AK entstand nach einem Besuch einer Mitarbeiterin von missio München auf einer Vollversammlung unserer Berufsgruppe im Jahr 1998. Sie hatte das missio-Projekt „Laien füreinander“ vorgestellt. Wie jede Partnerschaftsarbeit lebt auch unsere von konkreten Begegnungen, Besuchen und dem damit ermöglichten Austausch.